Herausforderungen an Organisationsaufsteller

Herausforderungen an systemische
Organisationsberater und Aufsteller

Gesamtbeitrag ist veröffentlicht unter dem Titel
System Familie – System Organisation
in Systemische AufstellungsPraxis
Heft 3 2006 (Dez.), S. 32-33

Was unterscheidet Familien- und andere Systeme und welches sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche systemische Beratungen in Organisationen?

Wer Organisationen systemisch beraten will, sollte die Unterschiede der Arbeit mit Personen in Organisationen (= Systemen im beruflichen und wirtschaftlichen Kontext) und Familien (= Systemen im privaten oder therapeutischen Kontext)
gut kennen und beachten.

Unterschiede von Organisationsaufstellungen
zu Familienaufstellungen

Es scheint deutliche Unterschiede zu geben zwischen Organisationen – wie z. B. Unternehmen (Industrie, Handwerk, Dienstleistung, Handel…), staatliche Einrichtungen (Behörden von Bund, Länder und Gemeinden, Kindergärten, Schulen, Hochschulen…), soziale Einrichtungen (Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Kliniken…), kirchliche Einrichtungen (Beratungsstellen…), Verbänden und Vereinen etc. – und Familien.

In Organisationen gibt es eine Mitgliedschaft auf Zeit

Personen können dazukommen, eine bestimmte Zeit dazu gehören, z. B. mitarbeiten, und dann wieder weggehen, selbst kündigen oder auch entlassen werden.
In Familien gibt es keine Mitgliedschaft auf Zeit. Jeder gehört sein Leben lang zu seiner Familie, gleichgültig wo er lebt. Jeder bleibt das Kind seiner Eltern, unabhängig davon, ob er sie kennt, achtet, liebt oder nicht.

Menschen können vielen Organisationen nacheinander angehören und diese jeweils wieder (für immer) verlassen. Sie bleiben aber ihr Leben lang Mitglieder ihrer Familie. Eine Mutter kann diese Funktion nicht kündigen, selbst wenn sie dafür nichts mehr aktiv tut. Ein Vater bleibt auch dann Vater, wenn er sich nicht um sein Kind kümmert.

Menschen können vielen Organisationen zugleich angehören. Sie können mehrere bezahlte Arbeitsstellen parallel innehaben und gleichzeitig für mehrere Organisationen (Vereine, Verbände, Gremien, Ausschüsse, Sozialeinrichtungen…) ehrenamtlich tätig sein.
Vergleichbares gibt es in Familien nur sehr selten. Wir können in der Regel nicht gleichzeitig vielen Herkunfts-Familien angehören (höchstens mehreren Gegenwarts-Familien).

Zugehörigkeit zum System

In Organisationen gibt es vielfältige Abstufungen im Grad der Zugehörigkeit

Organisationen kennen Inhaber, Gesellschafter und Mitarbeiter etc.
Das kennen Familien in dieser Form nicht.

Organisationen kennen Angestellte, Arbeiter, Beamte, Vollzeitkräfte, Teilzeitkräfte, Mitarbeiter auf Stundenbasis, Auszubildende, Aushilfen, Praktikanten, fest Angestellte, freie Mitarbeiter, Berater etc. In Organisationen kann es Vorstand, Geschäftsleitung, Führungskräfte, Stabsstellen und Linienstellen, Aufsichtsräte, Beiräte, Betriebsräte, Personalräte geben und gesetzlich vorgeschriebene Spezialisten wie z. B. Datenschutzbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte, Umweltbeauftragte, Frauenbeauftragte, Ausländerbeauftragte etc.

Diese vielfältigen Abstufungen im Grad der Zugehörigkeit gibt es in Familien nicht. Zwar existieren auch da gewisse „Hierarchien“, Eltern stehen den Kindern beispielsweise näher als Onkel und Tanten, entferntere Verwandte oder frühere Partner der Eltern. In der Regel sind die Strukturen jedoch weniger komplex als z. B. in großen Wirtschaftskonzernen.

In Organisationen kann sich der Grad der Zugehörigkeit innerhalb kurzer Zeit ändern

Ein Mitglied kann jederzeit eine neue Funktion oder eine neue Position einnehmen. Es gibt Beförderungen (Auf- und Abstieg), Aufgaben- und Arbeitsplatzwechsel.
Diese Änderungen können sogar wieder rückgängig gemacht werden durch den Wechsel der Aufgabe oder der Hierarchieebene, durch eine Umstrukturierung oder Neuorganisation.
Ein Mitglied einer Organisation kann plötzlich für ein Tochterunternehmen oder für die Mutter-gesellschaft tätig und verantwortlich sein.

All diese Veränderungen im Grad der Zugehörigkeit gibt es in Familien praktisch nicht (oder nur in eingeschränkter Form und seltener). Auch wenn sich in Familien Partner scheiden lassen und danach wieder heiraten können, bleiben doch viele Unterschiede zu Organisationen.
Ein Mensch bleibt gegenüber seinen Eltern immer Kind und gegenüber seinen Kindern immer Vater oder Mutter. In Familien gibt es keinen reversiblen Hierarchie-Ebenenwechsel (Beispiel aus der Wirtschaft: ein ehemaliger Mitarbeiter wird zum Vorgesetzten seines früheren Chefs).

Komplexität von Organisationen

An systemische Organisationsberater werden hohe Anforderungen gestellt

Organisationen sind daher wesentlich vielfältiger, strukturierter, komplexer, schnelllebiger und instabiler als Familiensysteme. Die systemische Arbeit mit Organisationen scheint daher grundsätzlich oft wesentlich mehr Kenntnisse, Fähigkeiten und Flexibilität vom Berater zu fordern als eine Familie. Zumindest erfordern beide Aufgabenfelder andere und oft auch sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen.

Von der Struktur her sind Familien in der Regel einfacher und untereinander vergleichbarer aufgebaut als große Unternehmen und Organisationen mit vielen Mitarbeitern und vielen Hierarchieebenen.

Doch nicht nur von der Aufbauorganisation (äußere Struktur), sondern vor allem auch aus Sicht der Ablauforganisation (innere Prozesse), sind Organisationen wesentlich komplexer, schwerer zu verstehen und daher auch diffiziler zu beraten als Familien. In Unternehmen entscheiden z. B. oft sehr viel mehr interne und externe Stellen mit, als Familien (lebende) Mitglieder haben.

„Das Stellen von Organisationen fordert daher zu Varianten in Methodik und Schwerpunktsetzung auf.“ (Guni-Leila Baxa und Christine Essen in Prozessorientierte Organisationsaufstellungen, in: Gunthard Weber [Hrsg.], Praxis der Organisations-Aufstellungen, S. 130).

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
Antoine de Saint-Exupéry

Eigene Lebenserfahrung der Aufsteller

Vergleichbare eigene Lebenserfahrungen sind für einen guten Rapport unerlässlich

Selbst wenn innerhalb einer einzelnen systemischen Organisationsaufstellung keine branchen- oder betriebsspezifischen Kenntnisse notwendig wären, helfen diese, die für den/die Kunden verständliche Sprache zu finden und erleichtern damit die Akzeptanz und Verständigung (den Rapport) erheblich.

Wer sich im Bereich der Arbeit mit Privatpersonen und Familien qualifiziert hat, kann in Organisationen (wie z. B. in einer AG oder GmbH & Co. KG) sprichwörtlich gegen eine Mauer laufen. Doch wer im Kontext seiner Kunden zuhause ist, braucht für eine souveräne Arbeit als systemischer Organisationsaufsteller durchaus auch die Kenntnisse und Erfahrungen der Prinzipien aus dem Bereich der Familienaufstellungen.

Denn oft stecken hinter den Struktur- und Beziehungsproblemen in Organisationen ganz eindeutig systemische Einflüsse und Beziehungsprobleme aus der Familienkonstellation des Klienten (z. B. reagiert jemand auf seine Führungskraft wie auf einen Elternteil etc.).

Daher sind diejenigen Unternehmer, Firmen und Organisationen, die einen kompetenten Berater oder systemischen Aufstellungsleiter suchen, gut beraten, sich dessen Qualifikation genau anzusehen. Ist er „nur“ Therapeut, „nur“ Trainer, „nur“ Unternehmensberater, „nur“ Familienaufsteller… oder vereinigt er mehrere Kompetenzen in der für das Anliegen des Kunden passenden Form? Im letzteren Fall sind die idealen Bedingungen für eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben.

Für alle Aufstellungskollegen:
Diese Gedanken sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie sind nicht als Behauptungen oder wissenschaftlich bewiesene Tatsachen aufzufassen. Sie sind in der Absicht geschrieben, jede Form und Variante der Aufstellungsarbeit gleichermaßen zu wertschätzen. Sicherlich lassen sich aus der Sicht psychotherapeutisch arbeitender Familiensteller genauso deutlich Aspekte finden, die es vielleicht in der Organisationsaufstellung nicht oder weniger geben mag wie umgekehrt.

Anforderungen an Organisationsaufsteller

Der komplette Fachartikel (alle 5 Links) ist veröffentlicht unter dem
Titel System Familie – System Organisation
in: Systemische AufstellungsPraxis
Heft 3 2006 (Dez.), S. 32-33

Was unterscheidet Familien- und andere Systeme und welches sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche systemische Beratungen in Organisationen?

Wer Organisationen systemisch beraten will, sollte die Unterschiede der Arbeit mit Personen in Organisationen (= Systemen im beruflichen und wirtschaftlichen Kontext) und Familien (= Systemen im privaten oder therapeutischen Kontext) gut kennen und beachten.

Unterschiede von Organisationsaufstellungen zu Familienaufstellungen

Es scheint deutliche Unterschiede zu geben zwischen Organisationen – wie z. B. Unternehmen (Industrie, Handwerk, Dienstleistung, Handel…), staatliche Einrichtungen (Behörden von Bund, Länder und Gemeinden, Kindergärten, Schulen, Hochschulen…), soziale Einrichtungen (Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Kliniken…), kirchliche Einrichtungen (Beratungsstellen…), Verbänden und Vereinen etc. – und Familien.

In Organisationen gibt es eine Mitgliedschaft auf Zeit

Personen können dazukommen, eine bestimmte Zeit dazu gehören, z. B. mitarbeiten, und dann wieder weggehen, selbst kündigen oder auch entlassen werden.
In Familien gibt es keine Mitgliedschaft auf Zeit. Jeder gehört sein Leben lang zu seiner Familie, gleichgültig wo er lebt. Jeder bleibt das Kind seiner Eltern, unabhängig davon, ob er sie kennt, achtet, liebt oder nicht.

Menschen können vielen Organisationen nacheinander angehören und diese jeweils wieder (für immer) verlassen. Sie bleiben aber ihr Leben lang Mitglieder ihrer Familie. Eine Mutter kann diese Funktion nicht kündigen, selbst wenn sie dafür nichts mehr aktiv tut. Ein Vater bleibt auch dann Vater, wenn er sich nicht um sein Kind kümmert.

Menschen können vielen Organisationen zugleich angehören. Sie können mehrere bezahlte Arbeitsstellen parallel innehaben und gleichzeitig für mehrere Organisationen (Vereine, Verbände, Gremien, Ausschüsse, Sozialeinrichtungen…) ehrenamtlich tätig sein.
Vergleichbares gibt es in Familien nur sehr selten. Wir können in der Regel nicht gleichzeitig vielen Herkunfts-Familien angehören (höchstens mehreren Gegenwarts-Familien).

Hohe Anforderungen

An systemische Organisationsberater werden hohe Anforderungen gestellt

Organisationen sind daher wesentlich vielfältiger, strukturierter, komplexer, schnelllebiger und instabiler als Familiensysteme. Die systemische Arbeit mit Organisationen scheint daher grundsätzlich oft wesentlich mehr Kenntnisse, Fähigkeiten und Flexibilität vom Berater zu fordern als eine Familie. Zumindest erfordern beide Aufgabenfelder andere und oft auch sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen.

Von der Struktur her sind Familien in der Regel einfacher und untereinander vergleichbarer aufgebaut als große Unternehmen und Organisationen mit vielen Mitarbeitern und vielen Hierarchieebenen.

Doch nicht nur von der Aufbauorganisation (äußere Struktur), sondern vor allem auch aus Sicht der Ablauforganisation (innere Prozesse), sind Organisationen wesentlich komplexer, schwerer zu verstehen und daher auch diffiziler zu beraten als Familien. In Unternehmen entscheiden z. B. oft sehr viel mehr interne und externe Stellen mit, als Familien (lebende) Mitglieder haben.

„Das Stellen von Organisationen fordert daher zu Varianten in Methodik und Schwerpunktsetzung auf.“ (Guni-Leila Baxa und Christine Essen in Prozessorientierte Organisationsaufstellungen, in: Gunthard Weber [Hrsg.], Praxis der Organisations-Aufstellungen, S. 130).

„Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“
Antoine de Saint-Exupéry

Knowhow

Organisationsaufsteller brauchen anderes Knowhow als Familienaufsteller

Um als Berater von den Mitgliedern einer Organisation akzeptiert und respektiert zu werden, bedarf es sehr vieler Voraussetzungen. Es ist nicht nur eine Frage des Fachwissens und der Persönlichkeit, ob jemand von den Organisationsmitgliedern so viel Autorität zuerkannt bekommt, dass er sie erfolgversprechend beraten kann. Er oder sie muss auch über sehr viel eigene Erfahrung mit der Arbeit in Organisationen und in Führungspositionen verfügen, um einen nachhaltigen Rapport (Übereinstimmung / gleiche Wellenlänge / Akzeptanz) herstellen und aufrecht erhalten zu können.

Ein Kinderpsychologe z. B. wird sich schwer tun, von Vorständen einer Aktiengesellschaft in Fragen der Unternehmensführung akzeptiert zu werden. Ein Suchttherapeut wird kaum die Akzeptanz finden bei der Suche nach den Wegen für einen höheren Umsatz eines Unternehmensbereiches oder eines Markenartikels im Ausland etc.

Natürlich gilt das Umgekehrte auch: ein IT-Consultant wird wohl kaum das Vertrauen der Eltern gewinnen, die Hilfe suchen in der Erziehung kranker oder behinderter Kinder. Ein Finanzberater wird wohl kaum in Fragen der Eheberatung aufgesucht werden etc.

Ausbildung, Erfahrung, Kompetenz, Können, Wertesysteme, Outfit, Sprache, Auftreten und vieles mehr müssen zusammenpassen und ein harmonisches Ganzes bilden, das zu den Anforderungen der zu beratenden Organisation und zu den Erwartungen der Organisationsmitglieder passt. Nur dann ist eine gesunde Basis für eine wirkungsvolle Arbeit gegeben.

Unternehmer lassen sich halt in der Regel lieber von selbständigen Unternehmern beraten als von Angestellten (egal ob aus dem eigenen Unternehmen oder aus einem fremden). Führungskräfte fühlen sich besser verstanden, wenn der Berater auch Führungskraft ist oder einige Jahre war. Spezialisten akzeptieren einen Fachmann auf ihrem Gebiet eher und schneller als einen völlig fachfremden Laien. (Rapport / Gemeinsamkeit / Stallgeruch / gleiche Wellenlänge … ist eben durch nichts zu ersetzen!)

Berufserfahrung Aufsteller

Vergleichbare eigene Lebens- und Berufserfahrungen sind für einen guten Rapport unerlässlich

Selbst wenn innerhalb einer einzelnen systemischen Organisationsaufstellung keine branchen- oder betriebsspezifischen Kenntnisse notwendig wären, helfen diese, die für den/die Kunden verständliche Sprache zu finden und erleichtern damit die Akzeptanz und Verständigung erheblich.

Wer sich im Bereich der Arbeit mit Privatpersonen und Familien qualifiziert hat, kann in Organisationen (wie z. B. in einer AG oder GmbH & Co. KG) sprichwörtlich gegen eine Mauer laufen. Doch wer im Kontext seiner Kunden zuhause ist, braucht für eine souveräne Arbeit als systemischer Organisationsaufsteller durchaus auch die Kenntnisse und Erfahrungen der Prinzipien aus dem Bereich der Familienaufstellungen.

Denn oft stecken hinter den Struktur- und Beziehungsproblemen in Organisationen ganz eindeutig systemische Einflüsse und Beziehungsprobleme aus der Familienkonstellation des Klienten (z. B. reagiert jemand auf seine Führungskraft wie auf einen Elternteil etc.).

Daher sind diejenigen Unternehmer, Firmen und Organisationen, die einen kompetenten Berater oder systemischen Aufstellungsleiter suchen, gut beraten, sich dessen Qualifikation genau anzusehen. Ist er „nur“ Therapeut, „nur“ Trainer, „nur“ Unternehmensberater, „nur“ Familienaufsteller… oder vereinigt er mehrere Kompetenzen in der für das Anliegen des Kunden passenden Form? Im letzteren Fall sind die idealen Bedingungen für eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben.

Für alle AufstellungskollegInnen:
Diese Gedanken sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie sind nicht als Behauptungen oder wissenschaftlich bewiesene Tatsachen aufzufassen. Sie sind in der Absicht geschrieben, jede Form und Variante der Aufstellungsarbeit gleichermaßen zu wertschätzen. Sicherlich lassen sich aus der Sicht psychotherapeutisch arbeitender Familiensteller genauso deutlich Aspekte finden, die es vielleicht in der Organisationsaufstellung nicht oder weniger geben mag wie umgekehrt.

Hinweis:
Der gesamte publizierte Fachartikel steht auch als pdf-Datei für Sie zum Download bereit, siehe Fachliteratur „Herausforderungen an Berater und Aufsteller“.

Einfache Lösungen durch andere Blickwinkel

„Die Neugier steht immer an erster Stelle des Problems, 
das gelöst werden soll.“

Galileo Galilei

Richtung, Werte, Ziele und Strategie definieren – Herausforderungen meistern – mit Konflikten umgehen – verborgene Zusammenhänge erkennen – zielgerichtet entscheiden – Handlungsalternativen testen – Erfüllung im Leben erreichen und genießen

Systemische Aufstellungen ergänzen die sachlich-logische Problembearbeitung durch eine oft sehr präzise intuitive Wahrnehmung und durch hohe Kreativität. Aufstellungen führen oft zu völlig neuen Ideen oder Sichtweisen und schaffen darüber hinaus Klarheit und Sicherheit vor anstehenden Entscheidungen. Geplante Maßnahmen lassen sich damit hervorragend vorwegnehmen und prüfen, so dass am Ende oft wichtige und langfristig wirkende erfolgreiche Lösungsansätze stehen.

Die einzelnen Aufstellungen richten sich nach den aktuellen Anliegen der Teilnehmer und können zwischen 10 Minuten und 1,5 Stunden dauern (im Durchschnitt etwa 30 bis 45 Minuten). Wer aufstellt, erhält eine persönliche Problemanalyse und eine Lösungsstrategie oder ein Lösungsbild, das ihn mindestens einen wichtigen Schritt vorwärts bringt.

Beispiele für persönliche Aufstellungs-Anliegen
in den Bereichen „Lebens- und Berufsberatung“:

Familie, Eltern, Kinder, Verwandtschaft, Erziehung…

  • Wie können wir besser miteinander zusammenleben?
  • Was stört/fördert mein Verhältnis zu meinem Partner/Kind…?
  • Wie muss unsere „Familienstruktur“ aussehen, damit wir harmonisch miteinander leben und uns gegenseitig fördern?
  • Welche Aufgaben bzw. Verantwortlichkeiten sind bei uns
    nicht ausreichend klar verteilt?
  • Wer führt unsere Familie formell und informell?
  • Was brauchen wir, um uns als Paar/Familie zusammenzuschweißen?
  • Welche Werte sind entscheidend? …

Wohlbefinden, Lebensenergie, psychische Gesundheit,
Körper-/Krankheits-Symptome, Verhaltensmuster…

  • Wie reduziere ich meinen Stress?
  • Aus welchen Gründen habe ich in bestimmten Situationen
    (z.B. vor Verhandlungen. Prüfungen, Vorträgen…)
    immer wieder solche Angst?
  • Worauf will mich mein Symptom hinweisen?
  • Wie kann ich eine unerwünschte Reaktionsweise von mir
    in eine nützliche Verhaltensweise umwandeln?
  • Was brauche ich, damit es mir gut geht und ich gesund werde? ..

Beziehungen, Partnerschaft, Konflikte, Kontakt, Liebe…

  • Passt Partner A oder B besser zu mir?
  • Was läuft zwischen mir und Herrn/Frau X schief?
  • Welcher Konflikt belastet meine Beziehung zu Y?
  • Wie kommen wir besser miteinander aus?
  • Welche Regeln erleichtern unser Zusammenleben?
  • Wie kann ich Konflikte fair und erfolgreich bewältigen?
  • Was brauche ich, um positive Resonanz bei XY zu erreichen? …

Entscheidungen, Klarheit, Erfolgsdynamik…

  • Worum geht es eigentlich bei …?
  • Was brauche ich, um XY zu erreichen?
  • Welche Handlungsalternative ist derzeit besser für mich?
  • Was steht mir im Weg bzw. was hält mich davon ab,
    mein Ziel zu erreichen?
  • Welche Ressourcen (Stärken/Fähigkeiten/Einstellungen) fehlen mir,
    um so erfolgreich zu sein, wie ich sein könnte?
  • Was ist notwendig, um mehr … (z.B. Klarheit) in meine derzeitige
    Situation zu bringen? …

Beruf, Karriere, sinnvolle Tätigkeit, Entfaltung, Weiterentwicklung…

  • Was brauche ich, um mein berufliches Ziel zu erreichen?
  • Habe ich den „richtigen“ Beruf?
  • Bin ich in dieser Firma/Organisation am richtigen Platz?
  • Für welche Arbeitsfunktion (Stelle) eigne ich mich am meisten?
  • Wie fördere ich meine berufliche Karriere sinnvoll?
  • Wie kann ich meine Kernkompetenz stärken?
  • Wie kann ich den Informationsfluss zwischen mir und ABC verbessern?
  • Passt Mitarbeiter A oder B besser zu mir?
  • Steht mich für eine berufliche Veränderung (im Unternehmen) an?
  • Soll ich mich für einen Arbeitgeberwechsel entscheiden?
  • Bin ich reif für den Schritt in die Selbstständigkeit?
  • Welche Chancen habe ich als selbständiger Unternehmer?
  • Wie kann ich erfolgreich genügend neue Kunden gewinnen?
  • Was brauche ich, um meine persönlichen und beruflichen Ziele
    in Einklang zu bringen? …

Ziele, Vision, Berufung, Werte, Lebenssinn…

  • Worin liegt meine Lebensaufgabe/Mission?
  • Soll ich mich mehr in Richtung X oder Y entwickeln?
  • Welche Herausforderung entspricht meiner wahren Bestimmung?
  • Wodurch erlange ich Erfüllung im Leben? …

Einkommen, Geld, Finanzen, Auskommen, Besitz, Sicherheit…

  • Was hindert mich, Fülle und Wohlstand zu erleben?
  • Was brauche ich wirklich, um mich sicher (geborgen…) zu fühlen?
  • Aus welchen Gründen erlaube ich mir bisher keinen Reichtum?
  • Wie sichere ich das Einkommen der Familie am besten? …

Ideen, Kreativität, Ordnung, Struktur, Überblick…

  • Wie fördere ich gute Einfälle?
  • Wie schöpfe ich meine Kreativität voll aus?
  • Wie realistisch und hilfreich ist meine Planung?
  • Was brauche ich für ein effizientes Zeit-/Selbstmanagement?
  • Wie kann ich meine Organisation/Arbeitsmethodik verbessern?
  • Stimmen meine Prioritäten? Was ist im Moment wirklich
    am wichtigsten für mich?
  • Auf welcher Ebene habe ich meine Stärken und Defizite (Verhalten, Fähigkeiten, Glaubenssätze, Werte, Selbstbild, Zugehörigkeit)?
  • Welche Ressourcen brauche ich?
  • Welche Talente sollte ich entfalten? …

Land, Ort, Haus, Wohnung, Heimat…

  • Welcher Ort bietet mir die besten Möglichkeiten für…?
  • Soll ich bauen, kaufen oder mieten?
  • Wie kann ich meinen früheren Wohnort endlich loslassen?
  • Was kann ich tun, damit ich mich in XY zuhause fühle? …

und vieles mehr können in Strukturaufstellungen sichtbar gemacht und geklärt werden.
Darüber hinaus selbstverständlich alle Fragen, die typisch sind für Familien- und Familienstruktur-Aufstellungen, z.B.:

Unsichtbare Bindungen, Verstrickungen aus Loyalität und Liebe
zu einem Verstoßenen, Verstorbenen oder einem Familienmitglied, dessen schweres Schicksal nicht genügend gewürdigt worden ist…
  • Wie gelange ich in den Genuss meiner vollen Lebenskraft?
  • Mit wem fühle ich mich unbewusst auf seelischer Ebene verbunden?
  • Auf wessen Leid mache ich (bzw. macht mein Kind) aufmerksam?
  • Zu wem verhalte ich mich unbewusst solidarisch?
  • Was kann ich tun, um ab jetzt frei und gesund mein eigenes Leben
    in meine eigenen Hände zu nehmen? …  …  …
  • Herr T.H. aus Köln

    Mir geht es sehr gut … Es ist echt Magic, auf einmal wollen alle mit mir arbeiten und ich bin für dieses Jahr schon ausgebucht. Freude!

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