Dienstleistungen von RAS

Welche Dienst-Leistungen erhalten Sie von System-Aufstellung.info (Unternehmensbereich von RAS Training und Beratung)?

    • Systemische Organisations-, Unternehmens-, Marken-, Werte-, Team-, Entscheidungs- & Zielfindungs-Aufstellungen, Team Management Aufstellungen (TMA) und viele weitere Aufstellungsformen *
    • Beratung in der Vorbereitung Ihrer Aufstellung
    • Analyse der IST- und SOLL-Situation in Ihrem Unternehmen oder Team
    • Organisieren von erfahrenen Stellvertretern
    • Bei Bedarf Coaching und Training zur Nachbereitung durch langjährig erfahrene Coachs, Management-Trainer und Unternehmensberater.

* Als Methode setzen die Aufstellungsleiter von RAS Training und Beratung bevorzugt Modelle der Struktur-Aufstellung nach Prof. Varga von Kibéd und Insa Sparrer ein.
Alle Aufsteller verfügen zusätzlich auch über umfassende Erfahrung mit sehr vielen anderen Aufstellungsformen (wie z. B. Familienstellen nach Bert Hellinger).

Lösen von Herausforderungen

Welche Herausforderungen lassen sich mit System-Aufstellungen lösen?

  • Lage von Firmen, Unternehmensbereichen, Teams und Einzelpersonen analysieren und verstehen
  • Effektivität und Effizienz steigern
  • In die Perspektive von Kunden, Marktpartnern und Mitarbeitern versetzen
    und deren Sichtweisen und Bedürfnisse verstehen
  • Unternehmensstrategie auf Brauchbarkeit und Erfolg testen
  • Neue, kreative und produktive Lösungen finden für komplexe Herausforderungen
  • (Auch weitreichende) Entscheidungen sicher treffen
  • Beziehungen klären und stärken
  • Bekannte Konflikte auflösen, unbewusste Konflikte bearbeitbar machen
  • Bisher unerkannte Schwachstellen aufdecken
  • Ungenutzte Ressourcen aufspüren und aktivieren
  • Teamgeist und Zusammenarbeit fördern
  • Mögliche Vorgehensweisen simulieren, F&E-Ansätze, Produktionsmethoden,
    Vertriebswege, Kooperationskonzepte und vieles mehr testen
  • Finanzielle, rechtliche, technische Problemlösungen finden
    • Performance, Produktivität und Rentabilität erhöhen
    • Beruflichen Erfolg, Team- und Unternehmens-Ergebnisse deutlich verbessern
    • und vieles mehr

    Siehe: Themen für System-Aufstellungen in Wirtschaft und Unternehmen

    Wem helfen System-Aufstellungen?

    Aufstellungen sind ein schnelles und profitables Analyse-Instrument für berufliche Fragen vielfältiger Art. Grundsätzlich können sie für alle betrieblichen Funktionen und auf allen Hierarchie-Ebenen eingesetzt werden.
    Insbesondere kommen Aufstellungen allen entgegen, die sich mit einer komplexen Situation konfrontiert sehen, deren mögliche Ursachen sehr vielfältig, verborgen oder weit entfernt sind oder lange zurück liegen, so dass deren Zusammenhänge nicht leicht zu erkennen sind.

    Allen Personen und Teams, die sich mit inneren Einstellungen, Verhaltensmustern und Reaktionen auseinanderzusetzen haben, die schwer zu verstehen sind und mit herkömmlichen Unternehmens-Beratungsmethoden nicht befriedigend gelöst wurden, empfehlen wir Struktur-Aufstellungen ihres Systems.

    Profitieren von System-Aufstellungen

    Wollen Sie…
    • Vorreiter sein, Trendsetter, schneller als alle Mitbewerber?
    • Einfluss ausüben auf Ihren Markt?
    • Die neuesten, ganzheitlichen Methoden für sich nutzen?
    • Ihren eigenen Weg erfolgreich gehen und sich von Ihren Wettbewerbern positiv abheben?
    • Die Nummer Eins bleiben oder werden auf ihrem Gebiet?
    • Die Bewunderung Ihrer Mitmenschen genießen?
    Wollen Sie…
    • Eine lohnende Investition tätigen?
    • Möglichst viel Nutzen für ihr eingesetztes Kapital bekommen?
    • Viele, wertvolle Erkenntnisse möglichst günstig gewinnen?
    • Zeigen, dass Sie ein Unternehmen (eine Unternehmenseinheit)
      erfolgreich und profitabel leiten können?
    Wollen Sie sicher sein, dass…
    • Sie die Lage ihres Unternehmens richtig analysiert haben?
    • Sich Ihr Kapital- und Zeiteinsatz für die Firma auch lohnt?
    • Sie schnell und günstig wertvolle neue Erfahrungen machen?
    • Sie an kompetente, erfahrene, zuverlässige Berater geraten, denen
      Ihr Wohlergehen und der Erfolg Ihres Unternehmens am Herzen liegt?
    • Niemand erfährt, dass sie ein „Problem“ haben?
    • Sich etwas zum Positiven verändern darf und kann
      in Ihrem beruflichen Umfeld?
    Wollen Sie …
    • Leicht verstehen können, was Ihnen die Aufstellung zu „sagen“ hat?
    • Mit wenig Arbeitsaufwand und Zeiteinsatz bequem zum Ziel kommen?
    Dann sind Sie goldrichtig bei den kompetenten Aufstellungsleitern von
    RAS Training und Beratung. Fordern Sie uns: 06438 – 54 00.

    Unterschied zu Mitbewerbern

    Einzigartige Merkmale von System-Aufstellungen bei RAS – Unterschied zu anderen Aufstellern

    Was unterscheidet die Services von System-Aufstellung.info (Unternehmensbereich von RAS Training und Beratung) von denen der Mitbewerber?

    Wenn Sie davon ausgehen, dass seriöse Mitbewerber auch eine sehr umfassende und gründliche Ausbildung als Aufstellungsleiter absolviert und bei vielen KollegInnen hospitiert und gelernt haben, dann unterscheiden sich Aufstellungen von RAS Training und Beratung hauptsächlich durch:

    • die mehr als 3 Jahrzehnte lange berufliche Kompetenz und Erfahrung des Aufstellungsleiters Rudolf Schnappauf in der Analyse und Transformation von beruflichen und unternehmerischen Problemen in der Wirtschaft
    • die Anzahl der Repräsentanten, die selbst langjährige Erfahrungen als Aufstellungsleiter und Teilnehmer an Aufstellungen mit einbringen
    • die Erfahrung von über 700 Aufstellungen in über 20 Jahren
    • das vertrauensvolle Zusammenspiel aller Teilnehmer als harmonische Einheit.

    Im Gegensatz zu Familien-Aufstellern nach Bert Hellinger und den meisten Organisations-Aufstellern, die fast immer allein arbeiten, agieren die Aufsteller von System-Aufstellung.info meist als eingespieltes Team von Profis. Jeder ist ein ausgesprochener Könner auf seinem Gebiet. Sie…

    • analysieren brillant und erkennen schnell Muster
    • fühlen mit, aus einem sicheren Gespür heraus
    • begleiten und führen mit Herzintelligenz
    • lassen sich von der Intuition inspirieren.
    So ist ganzheitliches Aufstellen möglich mit…
    • Kopf und Bauch und Herz und Hand
    • Ratio/Verstand und Emotion/Gefühl und Intuition/Inspiration
      und Seele/Geist und pragmatischer Lebenserfahrung/Tatkraft…
    … in einem Team erfahrener Experten.
    Die gegenseitige Ergänzung und Kontrolle schützt außerdem jeden Klienten sicher vor Projektion, Gegenprojektion u. ä. und garantiert, dass wirklich immer das Beste für Sie geschieht.

    Besondere Dienstleistungen

    Welche Dienstleistung bietet Ihnen nur RAS Training und Beratung?

    In Team Management Aufstellungen (TMA), einem Aufstellungsformat, das auf Initiative und unter der Leitung von Rudolf A. Schnappauf in mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit gemeinsam mit einer Gruppe von Struktur-Aufstellern und TMS-Trainern erarbeitet wurde, können Unternehmer und Führungskräfte die Vorteile weltweit bewährter rationaler Management Tools mit denen der systemischen Aufstellungsarbeit kombinieren und so mindestens doppelten Nutzen daraus ziehen.

    Einzigartig ist auch jeweils die Einstimmung mit einfachen und wirksamen Atem-, Bewegungs- und Energie-Übungen, um mit sich und seiner Mitwelt in Einklang zu kommen. (Einige der Übungen sind auch auf CD erschienen.)

    Werte und Orientierung

    Worauf legen die Verantwortlichen Wert
    bei System-Aufstellung.info?

    • Kongruentes Verhalten (Übereinstimmung von Denken, Fühlen, Wollen und Handeln)
    • Stimmige Lösungen auf allen Ebenen zum Wohle aller Betroffenen
    • Mit Respekt, Achtsamkeit und Selbstvertrauen zu mehr Erfolg (Unternehmens-Werte und -motto von RAS Training und Beratung seit 1985)

    Woran orientieren sich die Aufsteller
    bei System-Aufstellung.info?

    • Am langfristigen Nutzen und Wohlergehen ihrer Kunden
    • An den „Lösungsfokussierten Systemischen Strukturaufstellungen (LfSySt) von Prof. Matthias Varga von Kibéd und seiner Frau Insa Sparrer
    • An Formaten aus Organisations-, Familien- und anderen Aufstellungen,
      wenn dies angemessen und hilfreich ist

    Ablauf einer Aufstellung

    Wie läuft eine Aufstellung ab?

    • Sie schildern kurz Ihre Ausgangssituation.
    • In einem Interview wird Ihr aktuelles Anliegen herausgefiltert und präzise formuliert.
    • Dann werden die relevanten Aspekte des Systems ausgewählt und von Ihnen entsprechend Ihrem inneren Bild oder Gefühl in den Raum gestellt (mit Hilfe von anwesenden, fremden Personen als „Stellvertreter“).
    • Eine Befragung der aufgestellten Repräsentanten ergibt meist schon erstaunliche Erkenntnisse über vorhandene Beziehungen und „Störungen“.
    • In der darauf folgenden Prozessarbeit werden so lange Veränderungen herbeigeführt, bis es allen Beteiligten besser geht und bis Sie (als Kunde) zufrieden sind.
    • Durch Umstellen, Herausnehmen oder Hinzufügen einzelner Aspekte können z. B. unterschiedliche Lösungswege auf Ihre Wirkungen und Erfolgsaussichten getestet werden.

    Mehr siehe: „Was geschieht beim Aufstellen“ und „Grundsätzliches zu Aufstellungen“

    Wirkung und Nutzen

    Wie lange dauert es, bis Sie den Nutzen verspüren?

    Manchmal gewinnen Sie schon nach wenigen Fragen im Erstinterview neue Erkenntnisse.

    Oft tritt nach dem Aufstellen des Problembildes (also der Ausgangssituation) vieles schon offensichtlich zutage. An der Position der einzelnen Aspekte und ihrer Ausrichtung wird die Dynamik der Beziehungen der einzelnen Aspekte zueinander meist schnell deutlich.

    Spätestens am Ende der Aufstellung geht es in der Regel 95 Prozent aller Teilnehmer sehr viel besser als zu Beginn.

    Wie schnell wirkt eine Aufstellung?

    Das hängt sehr von der Komplexität Ihres Anliegens ab und von Ihrer Bereitschaft sowie Möglichkeit, neue Erkenntnisse umzusetzen.

    Das Ändern von eigenen inneren Einstellungen und Überzeugungen gelingt oft schnell durch die neu gewonnenen Einsichten einer Aufstellung.

    Manche Dinge brauchen Zeit, um „zu reifen“ und neue Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu entwickeln.

    Manchmal ändert sich auch schon nach wenigen Tagen überraschend viel.

    Gelegentlich passieren „Wunder“. Dann sind sowohl der Kunde als auch alle Betroffenen erstaunt, dass schon kurz nach der Aufstellung die „Probleme“ und deren Auswirkungen verschwinden.

    Investition System-Aufstellung

    Wie hoch ist die Investition für eine System-Aufstellung?

    Organisationsaufstellungen, Markenaufstellungen und Team Management Aufstellungen (TMA) von RAS Training und Beratung für Unternehmen hängen vom Umfang der erforderlichen Beratungsleistungen im Vorfeld, den gewünschten Nachbetreuungen und der Anzahl der aktiven TMA-Teammitglieder (Unternehmensberater, Trainer und Aufstellungsleiter als Repräsentanten) ab.
    Bitte rufen Sie uns an 06438 – 54 00 – und lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten.

    Wollen Sie die erstaunliche Wirkung von System-Aufstellungen erst einmal persönlich an einem öffentlichen Aufstellungs-Tag in Hünfelden erleben, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit Rudolf Schnappauf: 06438 – 54 00.

    Aufstellungs-Ort

    Wo finden Aufstellungen statt?

    Am besten in einer neutralen Umgebung außerhalb Ihres Unternehmens oder Hauses. Die Aufsteller kommen gern an Ihren Ort. Sie können natürlich auch gern zu uns kommen.

    Hünfelden-Heringen liegt südlich von Limburg (an der Lahn) zwischen Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Bingen, Koblenz, Köln, Bonn, Gießen, Wetzlar…, verkehrstechnisch leicht zu erreichen aus dem Rhein-Main-Gebiet, dem Taunus und dem Westerwald –
    weniger als 10 Minuten von der Autobahn A3 Frankfurt-Köln und vom Intercity-Bahnhof Limburg Süd entfernt.

    Wo erfahre ich noch mehr darüber?

    Hier können Sie Fachartikel zu Aufstellungen kostenfrei herunterladen.
    Hier können Sie rezensierte Fachbücher und Videos bestellen.

    Siehe auch:
    Herausforderungen an Organisationsberater und Aufsteller.
    Was geschieht beim Aufstellen?
    Selbsterkenntnis durch systemische Information.

    Herausforderungen an Organisationsaufsteller

    Herausforderungen an systemische
    Organisationsberater und Aufsteller

    Gesamtbeitrag ist veröffentlicht unter dem Titel
    System Familie – System Organisation
    in Systemische AufstellungsPraxis
    Heft 3 2006 (Dez.), S. 32-33

    Was unterscheidet Familien- und andere Systeme und welches sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche systemische Beratungen in Organisationen?

    Wer Organisationen systemisch beraten will, sollte die Unterschiede der Arbeit mit Personen in Organisationen (= Systemen im beruflichen und wirtschaftlichen Kontext) und Familien (= Systemen im privaten oder therapeutischen Kontext)
    gut kennen und beachten.

    Unterschiede von Organisationsaufstellungen
    zu Familienaufstellungen

    Es scheint deutliche Unterschiede zu geben zwischen Organisationen – wie z. B. Unternehmen (Industrie, Handwerk, Dienstleistung, Handel…), staatliche Einrichtungen (Behörden von Bund, Länder und Gemeinden, Kindergärten, Schulen, Hochschulen…), soziale Einrichtungen (Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Kliniken…), kirchliche Einrichtungen (Beratungsstellen…), Verbänden und Vereinen etc. – und Familien.

    In Organisationen gibt es eine Mitgliedschaft auf Zeit

    Personen können dazukommen, eine bestimmte Zeit dazu gehören, z. B. mitarbeiten, und dann wieder weggehen, selbst kündigen oder auch entlassen werden.
    In Familien gibt es keine Mitgliedschaft auf Zeit. Jeder gehört sein Leben lang zu seiner Familie, gleichgültig wo er lebt. Jeder bleibt das Kind seiner Eltern, unabhängig davon, ob er sie kennt, achtet, liebt oder nicht.

    Menschen können vielen Organisationen nacheinander angehören und diese jeweils wieder (für immer) verlassen. Sie bleiben aber ihr Leben lang Mitglieder ihrer Familie. Eine Mutter kann diese Funktion nicht kündigen, selbst wenn sie dafür nichts mehr aktiv tut. Ein Vater bleibt auch dann Vater, wenn er sich nicht um sein Kind kümmert.

    Menschen können vielen Organisationen zugleich angehören. Sie können mehrere bezahlte Arbeitsstellen parallel innehaben und gleichzeitig für mehrere Organisationen (Vereine, Verbände, Gremien, Ausschüsse, Sozialeinrichtungen…) ehrenamtlich tätig sein.
    Vergleichbares gibt es in Familien nur sehr selten. Wir können in der Regel nicht gleichzeitig vielen Herkunfts-Familien angehören (höchstens mehreren Gegenwarts-Familien).

    Zugehörigkeit zum System

    In Organisationen gibt es vielfältige Abstufungen im Grad der Zugehörigkeit

    Organisationen kennen Inhaber, Gesellschafter und Mitarbeiter etc.
    Das kennen Familien in dieser Form nicht.

    Organisationen kennen Angestellte, Arbeiter, Beamte, Vollzeitkräfte, Teilzeitkräfte, Mitarbeiter auf Stundenbasis, Auszubildende, Aushilfen, Praktikanten, fest Angestellte, freie Mitarbeiter, Berater etc. In Organisationen kann es Vorstand, Geschäftsleitung, Führungskräfte, Stabsstellen und Linienstellen, Aufsichtsräte, Beiräte, Betriebsräte, Personalräte geben und gesetzlich vorgeschriebene Spezialisten wie z. B. Datenschutzbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte, Umweltbeauftragte, Frauenbeauftragte, Ausländerbeauftragte etc.

    Diese vielfältigen Abstufungen im Grad der Zugehörigkeit gibt es in Familien nicht. Zwar existieren auch da gewisse „Hierarchien“, Eltern stehen den Kindern beispielsweise näher als Onkel und Tanten, entferntere Verwandte oder frühere Partner der Eltern. In der Regel sind die Strukturen jedoch weniger komplex als z. B. in großen Wirtschaftskonzernen.

    In Organisationen kann sich der Grad der Zugehörigkeit innerhalb kurzer Zeit ändern

    Ein Mitglied kann jederzeit eine neue Funktion oder eine neue Position einnehmen. Es gibt Beförderungen (Auf- und Abstieg), Aufgaben- und Arbeitsplatzwechsel.
    Diese Änderungen können sogar wieder rückgängig gemacht werden durch den Wechsel der Aufgabe oder der Hierarchieebene, durch eine Umstrukturierung oder Neuorganisation.
    Ein Mitglied einer Organisation kann plötzlich für ein Tochterunternehmen oder für die Mutter-gesellschaft tätig und verantwortlich sein.

    All diese Veränderungen im Grad der Zugehörigkeit gibt es in Familien praktisch nicht (oder nur in eingeschränkter Form und seltener). Auch wenn sich in Familien Partner scheiden lassen und danach wieder heiraten können, bleiben doch viele Unterschiede zu Organisationen.
    Ein Mensch bleibt gegenüber seinen Eltern immer Kind und gegenüber seinen Kindern immer Vater oder Mutter. In Familien gibt es keinen reversiblen Hierarchie-Ebenenwechsel (Beispiel aus der Wirtschaft: ein ehemaliger Mitarbeiter wird zum Vorgesetzten seines früheren Chefs).

    Komplexität von Organisationen

    An systemische Organisationsberater werden hohe Anforderungen gestellt

    Organisationen sind daher wesentlich vielfältiger, strukturierter, komplexer, schnelllebiger und instabiler als Familiensysteme. Die systemische Arbeit mit Organisationen scheint daher grundsätzlich oft wesentlich mehr Kenntnisse, Fähigkeiten und Flexibilität vom Berater zu fordern als eine Familie. Zumindest erfordern beide Aufgabenfelder andere und oft auch sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen.

    Von der Struktur her sind Familien in der Regel einfacher und untereinander vergleichbarer aufgebaut als große Unternehmen und Organisationen mit vielen Mitarbeitern und vielen Hierarchieebenen.

    Doch nicht nur von der Aufbauorganisation (äußere Struktur), sondern vor allem auch aus Sicht der Ablauforganisation (innere Prozesse), sind Organisationen wesentlich komplexer, schwerer zu verstehen und daher auch diffiziler zu beraten als Familien. In Unternehmen entscheiden z. B. oft sehr viel mehr interne und externe Stellen mit, als Familien (lebende) Mitglieder haben.

    „Das Stellen von Organisationen fordert daher zu Varianten in Methodik und Schwerpunktsetzung auf.“ (Guni-Leila Baxa und Christine Essen in Prozessorientierte Organisationsaufstellungen, in: Gunthard Weber [Hrsg.], Praxis der Organisations-Aufstellungen, S. 130).

    Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
    Antoine de Saint-Exupéry

    Knowhow der Aufsteller

    Organisationsaufsteller brauchen anderes Knowhow als Familienaufsteller

    Um als Berater von den Mitgliedern einer Organisation akzeptiert und respektiert zu werden, bedarf es sehr vieler Voraussetzungen. Es ist nicht nur eine Frage des Fachwissens und der Persönlichkeit, ob jemand von den Organisationsmitgliedern so viel Autorität zuerkannt bekommt, dass er sie erfolgversprechend beraten kann. Er oder sie muss auch über sehr viel eigene Erfahrung mit der Arbeit in Organisationen und in Führungspositionen verfügen, um einen nachhaltigen Rapport (Übereinstimmung / gleiche Wellenlänge / Akzeptanz) herstellen und aufrecht erhalten zu können.

    Ein Kinderpsychologe z. B. wird sich schwer tun, von Vorständen einer Aktiengesellschaft in Fragen der Unternehmensführung akzeptiert zu werden. Ein Suchttherapeut wird kaum die Akzeptanz finden bei der Suche nach den Wegen für einen höheren Umsatz eines Unternehmensbereiches oder eines Markenartikels im Ausland etc.
    Natürlich gilt das Umgekehrte auch: ein IT-Consultant wird wohl kaum das Vertrauen der Eltern gewinnen, die Hilfe suchen in der Erziehung kranker oder behinderter Kinder. Ein Finanzberater wird wohl kaum in Fragen der Eheberatung aufgesucht werden etc.

    Ausbildung, Erfahrung, Kompetenz, Können, Outfit, Sprache, Wertesysteme, Auftreten und vieles mehr müssen zusammenpassen und ein harmonisches Ganzes bilden, das zu den Anforderungen der zu beratenden Organisation und zu den Erwartungen der Organisationsmitglieder passt. Nur dann ist eine gesunde Basis für eine wirkungsvolle Arbeit gegeben.

    Unternehmer lassen sich halt in der Regel lieber von selbständigen Unternehmern beraten als von Angestellten (egal ob aus dem eigenen Unternehmen oder aus einem fremden). Führungskräfte fühlen sich besser verstanden, wenn der Berater auch Führungskraft ist oder einige Jahre war. Spezialisten akzeptieren einen Fachmann auf ihrem Gebiet eher und schneller als einen völlig fachfremden Laien. (Rapport/ Gemeinsamkeit/Stallgeruch/gleiche Wellenlänge … ist eben durch nichts zu ersetzen!)

    Eigene Lebenserfahrung der Aufsteller

    Vergleichbare eigene Lebenserfahrungen sind für einen guten Rapport unerlässlich

    Selbst wenn innerhalb einer einzelnen systemischen Organisationsaufstellung keine branchen- oder betriebsspezifischen Kenntnisse notwendig wären, helfen diese, die für den/die Kunden verständliche Sprache zu finden und erleichtern damit die Akzeptanz und Verständigung (den Rapport) erheblich.

    Wer sich im Bereich der Arbeit mit Privatpersonen und Familien qualifiziert hat, kann in Organisationen (wie z. B. in einer AG oder GmbH & Co. KG) sprichwörtlich gegen eine Mauer laufen. Doch wer im Kontext seiner Kunden zuhause ist, braucht für eine souveräne Arbeit als systemischer Organisationsaufsteller durchaus auch die Kenntnisse und Erfahrungen der Prinzipien aus dem Bereich der Familienaufstellungen.

    Denn oft stecken hinter den Struktur- und Beziehungsproblemen in Organisationen ganz eindeutig systemische Einflüsse und Beziehungsprobleme aus der Familienkonstellation des Klienten (z. B. reagiert jemand auf seine Führungskraft wie auf einen Elternteil etc.).

    Daher sind diejenigen Unternehmer, Firmen und Organisationen, die einen kompetenten Berater oder systemischen Aufstellungsleiter suchen, gut beraten, sich dessen Qualifikation genau anzusehen. Ist er „nur“ Therapeut, „nur“ Trainer, „nur“ Unternehmensberater, „nur“ Familienaufsteller… oder vereinigt er mehrere Kompetenzen in der für das Anliegen des Kunden passenden Form? Im letzteren Fall sind die idealen Bedingungen für eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben.

    Für alle Aufstellungskollegen:
    Diese Gedanken sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie sind nicht als Behauptungen oder wissenschaftlich bewiesene Tatsachen aufzufassen. Sie sind in der Absicht geschrieben, jede Form und Variante der Aufstellungsarbeit gleichermaßen zu wertschätzen. Sicherlich lassen sich aus der Sicht psychotherapeutisch arbeitender Familiensteller genauso deutlich Aspekte finden, die es vielleicht in der Organisationsaufstellung nicht oder weniger geben mag wie umgekehrt.

    Ein Modell bilden

    Wenn Sie ein Anliegen aufstellen, bilden Sie ein Modell. Sie machen nach außen hin sichtbar, was sich derzeit in Ihrem Inneren abspielt. Dazu bedienen Sie sich der Hilfe von Gruppenteilnehmern (in der Regel fremde Personen), die sich Ihnen freiwillig als Repräsentanten zur Verfügung stellen.

    Was passiert dabei konkret?

    Sie nehmen die ausgewählten Personen einzeln nacheinander in einer gefassten und konzentrierten Stimmung bei den Schultern oder Armen und stellen sie jeweils an den Punkt im Raum, wo sie Ihrer inneren Vorstellung nach hingehören
    (Beispiel: Ihren eigenen Stellvertreter in die Mitte, den Repräsentanten Ihres Chefs an dessen Seite, den Repräsentanten für Ihre Mitarbeiter mit etwas Abstand nach links, den Repräsentanten für Ihre Kunden gegenüber und weiter weg…)

    Bereits dieser Vorgang ist in der Regel sehr hilfreich, weil erhellend und aufschlussreich. Ermöglicht Ihnen das aufgestellte, dreidimensionale Bild doch mehrere neue Blickwinkel.
    Sie können es mit Abstand aus einer Beobachterposition neu anschauen und auf sich wirken lassen. Dabei distanzieren Sie sich ein Stück davon und sind nicht mehr so stark damit identifiziert. Nicht mehr das Anliegen – was auch immer es sein mag – hat Sie, sondern Sie haben jetzt das Anliegen – zumindest klar im Blick.

    „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung“
    Antoine de Saint-Exupéry

    Wie die Repräsentanten zueinander stehen, ist dabei körpersprachlich unmittelbar verständlich. Es ist erlebbar, was „nahe beieinander“ heißt, nicht nur, wenn es sich um Personen handelt, die „sich nahe stehen“, sondern auch wenn es sich um Abstraktes handelt wie Werte, Hindernisse, Ziele, Erfolg, Gesundheit etc.

    Woran liegt das?

    Wir verstehen unmittelbar, was es bedeutet, wenn etwas „hinter uns ist“ oder „im Rücken“, sei es unterstützend, vergangen oder bedrohlich. Es ist offen-sichtlich, was es heißt, etwas „im Blick“ zu haben oder etwas „nicht zu sehen“.
    Es wird unmittelbar ein-sichtig, worauf sich „die Aufmerksamkeit richtet“ und was „nicht wahrgenommen“ wird. Es ist schnell erkennbar, wer wen oder was „ansieht“ oder „übersieht“ oder sich davon „abwendet“ …
    Es wird auch erfahrbar, wen es zu wem „hinzieht“, wer wem zu nahe „auf den Pelz gerückt“ ist oder wer von wem „weg will“ und vieles mehr.

    Für einige Zeit gibt es jetzt für Sie nichts zu tun – außer aufmerksam Acht zu geben auf die Aussagen der von Ihnen aufgestellten Repräsentanten und die Wirkungen der folgenden Veränderungen. Alles Weitere dürfen Sie der Kompetenz des „Leiters“ („Begleiters“ oder „Gastgebers“ der Aufstellung) und der „Weisheit des aufgestellten Systems“ überlassen. Die aufgestellten Personen empfangen als „Organe des aufgestellten Systems“ mit ihren Körpern unmittelbar die Wirkungen der Beziehungen und aller Veränderungen untereinander.

    Der Umstellungsprozess

    Eine Modellbildung erweist sich als Gruppensimulationsverfahren. Es zeigt

    •    die Struktur eines Anliegens
    •    das innewohnende Verhalten
    •    die Änderungsdynamik und
    •    die vorhandenen Modifikationsmöglichkeiten.

    Wenn die Repräsentanten umgestellt werden und damit die Prozessarbeit beginnt, wird das Modell beweglich. Es wird ummodelliert. Dabei beginnt etwas Ähnliches wie ein Planspiel oder eine Simulation. Jetzt können spezielle Situations-Veränderungen mit ihren Auswirkungen vergegenwärtigt werden. Handlungsalternativen lassen sich testen, indem die Wirkungen auf die anderen Repräsentanten untersucht werden.

    Auf symbolische Weise kann zur Probe gehandelt werden. Dabei kommt es entscheidend auf die Rückmeldungen aller an, die zu dieser Aufstellung gehören. Mit ihrer Hilfe wird erkennbar und entscheidet sich, ob das „Problem“ behalten, eventuell sogar verschärft wird, oder ob es sich in Richtung einer Lösung bewegt, bei der es allen besser geht.

    Innere Achtsamkeit

    Obwohl sich Bezeichnungen wie Planspiel, Modellbildung oder Simulation mehr spielerisch oder technisch anhören, hat das Aufstellungsverfahren eher eine große Verwandtschaft mit Körperbewusstsein und innerer Achtsamkeit.

    Die Repräsentanten sind eingeladen, nur Unterschiede wahrzunehmen und zu benennen. Sie sollen nichts ausdenken, nichts spielen, nichts leisten! Sie brauchen nur zu spüren:
    Welchen Unterschied in ihrem Körpererleben nehmen sie wahr, wenn sie gewählt und gestellt werden? Welche Veränderungen nehmen sie wahr, wenn andere Repräsentanten dazu kommen, umgestellt werden oder ihr Empfinden mitteilen?

    Diese Unterschiede sind in einer bewusst aufmerksamen, achtsamen, eher meditativen Haltung am leichtesten zu erfassen. Denn Meditation trainiert die Fähigkeit, zu unterscheiden zwischen mir und dem, was durch mich hindurchgeht.
    Viele Repräsentanten gehen sehr leicht und fast selbstverständlich in diese Haltung der inneren Sammlung, Achtsamkeit und Anteilnahme, des Spürens, welche Unterschiede auftreten. Es ist sehr auffallend, wie extrem selten Repräsentanten zum Beispiel den Aufstellungsleiter wahrnehmen.
    Oft entsteht eine besonders achtsame Sammlung in der Gruppe. Die Anwesenden erleben Momente schweigender Intensität, nonverbaler Dynamik und Phasen respektvoller Anteilnahme, in denen Wesentliches geschieht und Gefühle intensiv wahrgenommen werden.

    Erleben wie im „Wachtraum“

    Von außen betrachtet werden viele Repräsentanten manchmal wie in einer Art leichter Trance erlebt. Auch, wenn die Aufstellung wieder vorbei ist und die Repräsentanten sich „entrollt“, (d. h. von den körperlichen Wahrnehmungen des Systems gelöst) haben, empfinden sie ihr Erleben in der Aufstellung fast wie das Erleben in einem Wachtraum oder einem „fremden Film“. Sie haben an Prozessen in symbolischer Wirklichkeit teilgenommen. Die Erinnerung an dieses Geschehen ist ähnlich wie die Erinnerung an einen Traum oder an eine Fantasiereise.

    Dabei haben sie natürlich während der Aufstellung nie vergessen, wer sie außerhalb der Aufstellung waren, sind und bleiben. Sie bleiben sich ihrer eigenen Körperwahrnehmung und Gedanken bewusst und erhalten zusätzlich die Gefühle, Sinneseindrücke und Reaktionen, die nur im Zusammenhang mit dieser Aufstellung einen Sinn ergeben.
    Kurz gesagt: sie „träumen“ in der Aufstellung und gleichzeitig wissen sie in jedem Moment, dass sie „träumen“. Sie kommen in Resonanz mit etwas außerhalb ihres eigenen Systems, das sie intensiv wahrnehmen, und sind sich dessen bewusst.
    Ein solches Erleben lässt sich vergleichen mit luzidem Träumen. Aufstellungen scheinen eine gewisse Ähnlichkeit zu Konzepten wie Traumzeit und Klartraum zu haben: Kurze zeitliche Phasen, in denen sich der Repräsentant ständig bewusst ist, dass er über Resonanz feinfühlig mit etwas anderem mitschwingt und fremde Bewusstseinszustände wahrnimmt.

    Es ist den Repräsentanten klar: Das bin nicht ich! Diese Wahrnehmung gehört nicht zu mir – sie hat nur unmittelbar mit dem Kontext zu tun, in dem ich momentan für jemanden oder etwas anderes stehe. Ich habe mich nur zur Verfügung gestellt. Ich erbringe eine Dienstleistung für das Anliegen eines anderen Menschen und mein Körper dient mir dabei als Instrument zum Reinspüren, was hilfreich und was eher hinderlich ist.

    In einer Aufstellung wird das innere Bild vom Anliegen des Aufstellenden nach außen, hier in den Raum gebracht, so dass es für andere Menschen sichtbar und erlebbar ist. Der Klient lässt für sich agieren – und kann dabei von allen Seiten zuschauen und viel daraus lernen.

    Wer sind hier die „Träumenden“, die sensiblen Empfänger der Botschaften eines anderen, räumlich entfernten Systems? Gehören alle Repräsentanten mit dazu inklusive dem Leiter/Gastgeber, und tragen vielleicht auch die Beobachter/Zuschauer und der Veranstalter mit ihrer aufmerksamen Anteilnahme zur Verstärkung der resonanten Energien bei? Befindet sich das ganze System im Wachtraum? Dieser besondere Zustand wird bewusst begonnen, bewusst erlebt und bewusst beendet. Ist diese besondere Vorgehensweise ein induzierter und externalisierter Gruppen-Klartraum?

    Sprache räumlichen Körperempfindens

    Auch ein eher rationaler Vergleich bietet sich an: Aufstellungen sind eine besondere symbolische Sprache. Sprachen sind natürlich immer symbolisch. Eine bestimmte Bezeichnung, in verbalen Sprachen beispeilsweise ein Wort, wird für etwas Bezeichnetes, ein Ding oder einen Vorgang gesetzt. Wenn Sie eine Sprache lernen, so lernen Sie den Zusammenhang zwischen Zeichen und Bezeichnetem.

    Neben der gesprochenen Sprache kennen wir auch die Körpersprache. Mit ihr sind wir der Aufstellungssprache sehr nahe, denn das Körpererleben der Repräsentanten liefert die wichtigsten Signale des Aufstellungsbildes und der darin enthaltenen Dynamik.

    Eigentlich ist diese Sprache eine überraschend wieder entdeckte Sprache, die schon jeder kennt. Das erklärt, weshalb man keinerlei Vorkenntnisse benötigt, um als Repräsentant stehen zu können.

    Es erklärt auch die Mächtigkeit der Erfahrung bei denen, die diese Sprache zum ersten Mal bewusst erleben, ebenso wie bei denjenigen, die – obwohl sie schon viele Hundert Aufstellungen erlebt haben – doch immer wieder neu beeindruckt werden.

    Die Elemente einer Aufstellung lassen sich gut mit sprachlichen Elementen vergleichen:

    Element der Aufstellung Sprachliches Element
    Repräsentant Name oder Nominalphrase
    (z. B. „Derjenige, zu dem er schaut“)
    Abstände und Winkel Prädikate und Relationen
    Befindlichkeiten der Repräsentanten Adjektive und Adverbien
    Bild Satz
    Anfangsbild Satz im Indikativ
    Folgebild Satz im Konjunktiv,
    anfangs häufig im Konjunktiv irrealis
    Lösungsbild Beschreibung der teilweisen Verwirklichung
    eines zukünftig möglichen Ereignisses
    in der Gegenwart
    Folge der Aufstellungsbilder Erzählen einer Geschichte,
    Bilden einer Hypothese,
    Formen einer Ableitung

    Quelle: Günter W. Remmert

    Das Lösungsbild

    Beispiel: Lösungsbild der Zielannäherungsaufstellung

    Den Abschluss einer Aufstellung bildet eine Szene, die der Lösung eines Anliegens mindestens ein oder zwei Schritte näher ist als der Anfang der Aufstellung. Dieses Lösungsbild zeigt nicht etwa, was sein wird. Es ist keine prophetische Vorhersage! Vielmehr zeigt es, was in Bezug auf eine Lösung erforderlich und sinnvoll ist (was sein könnte, darf oder sollte).

    Das Lösungsbild einer Aufstellung – und oft auch schon einzelne Prozess-Schritte – zeigen Möglichkeiten auf. Sie eröffnen uns sozusagen einen Blick aus einem neuen Fenster oder sie öffnen uns eine neue Tür.

    Durch den alternativen Blick aus dieser neuen Perspektive ändern sich oft innere Einstellungen grundlegend. Dadurch werden auch Verhaltens-änderungen möglich. Und dadurch begegnen wir unserer Mitwelt auf eine neue Art und Weise.

    Wen wundert es da noch, dass unsere Mitmenschen uns auch anders begegnen und sich unsere Lebensumstände und der Erfolg unseres Unternehmens dadurch oft zum Positiven ändern?

    Texte basieren auf Gedanken von Günter W. Remmert
    Fotos von RAS, die Gesichter sind z. T. retuschiert

    Selbsterkenntnis durch systemische Information

    Alles besteht aus derselben Ursubstanz

    Die moderne (Quanten-)Physik Wissenschaft zeigt heute, was Buddha schon vor über 2.500 Jahren lehrte: Wir alle bestehen aus demselben Substrat. Wir alle bestehen auf unserer kleinsten Ebene aus schwingenden Teilchen, viel kleiner als Moleküle und Atome, Strings genannt, eine Art von Informationseinheiten.

    Und die moderne Wissenschaft beweist uns heute: alle die winzigen Bestandteile unseres Universums und unseres Körpers sind genauso alt wie das Universum selbst. Sie entstammen der gleichen Energiequelle und haben sich beim Urknall gebildet.

    Danach haben sie sich „nur“ immer wieder in neue Formen transformiert. Die „Teilchen“ im Innern unserer Sonne sind also genau die gleichen und genauso alt wie die „Teilchen“, aus denen der Mond, die Erde, wir Menschen und alles andere in den ewigen Weiten des Kosmos besteht. Und die Substanz in uns ist die gleiche wie die in allen Tieren, Pflanzen und Mineralien auch. Jeder, der die Bedeutung des Wortes ‚Information’ kennt, weiß, was es bedeutet: In-Formation, etwas in Formation bringen, in eine Form bringen.

    Wir alle bestehen letzten Endes nur aus Information, aus bestimmten Schwingungen, die eingebettet sind in ein großes, allumfassendes Energiefeld. (Bitte betrachten Sie die Worte als das, was sie nur sein können, als Versuch, mit einer Art Metapher zu beschreiben, und nicht als exakte Definitionen.)

    Alles ist mit allem verbunden

    Da alles, vom kleinsten Grashalm, bis zu den Galaxien am Rande des Universums aus diesen Teilchen besteht, sind wir zu jeder Zeit und in jedem Moment mit allem energetisch verbunden. Auch wenn wir uns dessen nur sehr selten oder (wie die meisten Menschen) gar nicht bewusst sind. Dies nicht nur zu verstehen, sondern auch zu erfahren und bewusst ins Leben zu integrieren, ist das wunderbare Ergebnis von Selbsterkenntnis (und Erleuchtung).

    Wenn wir wissen, dass alles aus demselben Grundstoff ist, dann fällt es nicht nur schwer, sondern es verliert sogar vollständig seinen Sinn, sich über Dinge und Menschen zu ärgern. Es fällt auch schwer, anderen die Schuld an etwas zu geben, denn letzten Endes sind sie ein Teil von uns und wir ein Teil von ihnen. Wenn wir sie verurteilen, ist das eine Verurteilung von uns selbst. Wenn wir sie bekämpfen oder verletzen, bekämpfen oder verletzen wir uns letztlich immer nur selbst. (Wie könnte sich der rechte Arm freuen darüber, das linke Bein abgeschlagen zu haben?)

    Schon Jesus hat uns dies gelehrt: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, denn er ist Du selbst.“ „Was Du dem Geringsten angetan hast, das hast Du mir angetan.“ „Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ … Fängt unsere Wissenschaft jetzt an, diese fundamentalen Zusammenhänge zu verstehen?

    Wie außen so innen – und umgekehrt

    Da alles miteinander verbunden ist, hat das Erscheinen einer Situation im Außen auch immer etwas mit mir und meinem Energiefeld zu tun. Informationen schwingen in Resonanz zueinander. Selbst Elementarteilchen stehen in ständiger Resonanz zueinander. Das heißt, ich ziehe unbewusst diese Situation und jenen Menschen an, wie ein Radio, welches eine Rundfunkwelle empfängt, weil es gerade auf genau diese Frequenz eingestellt ist.
    Es ist also eine Frage auf welche Wellenlänge ich meinen inneren Sender eingestellt habe und auf welcher Frequenz (energetischen Schwingungsebene) ich gerade sende und empfange.

    Schon Einstein war fest davon überzeugt, dass der kleinste gemeinsame Nenner der vier uns bekannten elementaren Grundkräfte des Universums „Bewusstsein“ oder Gedankenenergie ist.[1]

    Es ist mein Energiefeld, für das ich verantwortlich bin. Es ist meine Schwingung, die ich trainieren kann und deren Erfahrungen ich in ein nächstes Leben oder auf eine nächste Ebene mitnehme.

    Jedes Teilchen trägt die Information des Ganzen in sich

    Bleiben wir uns dessen bewusst: Wir alle bestehen aus Strings. Diese Strings können in ihrem letzten „Leben“ Sternenstaub gebildet haben oder Teil des Menschen gewesen sein, der uns jetzt gerade begegnet. Somit tragen wir unendlich viele Informationen in uns und sammeln auch in diesem Leben neue Informationen, welche wir nach der Trennung von unserem physischen Körper mitnehmen und weitertragen.

    Wir sind ständig mit allem und allen verbunden, auch wenn wir uns dies nur selten bewusst machen. In manchen besonderen Situationen erfahren wir es allerdings und reagieren dann meist überrascht darauf: in der Meditation, in Momenten der Intuition („kreativer“ oder „göttlicher“ ? Eingebungen), in bestimmten Träumen und in systemischen Aufstellungen.

    Wenn wir als Teil eines bestimmten Systems unsere Achtsamkeit in konzentrierter Weise auf die Beziehungen der Teile und Aspekte der gesamten Struktur dieses Systems richten, dann „spüren“ wir die Zusammenhänge auf eine tiefgreifende Art. Wenn wir als ein Teil oder Organ eines Systems aufgestellt achtsam agieren, „erleben“ wir die In-Formation, die sich uns aus einer übergeordneten Ebene erschließt in unserem Körper. (Er ist unser Empfänger.)

    Da auf quantenphysikalischer Ebene alles mit allem in beständigem Zusammenhang steht, steht die Gesamtinformation auch beständig vollständig zu Verfügung. Wir brauchen sie nur anzuzapfen. War es das, was die Erleuchteten des Ostens meinten, wenn sie davon sprachen, dass es möglich ist, „in der Akasha-Chronik (dem Buch des Lebens) zu lesen“?

    Mit unserem Körper können wir Informationen aus jedem System empfangen

    Wenn wir unseren Körper, unsere Seele und unser Bewusstsein als Antennen benutzen, um Informationen aus einem bestimmten System zu empfangen, auf das wir unsere innere Achtsamkeit gerichtet haben, dann erhalten wir jede Art von Information über die Strukturen und Beziehungen in diesem System, gleichgültig ob es sich dabei um einen Körper und seine Organe, eine Familie und deren Mitglieder, ein Team, eine Abteilung, ein Unternehmen, einen Verein, ein Volk, eine Region, einen Staat etc. handelt.< Daher gelingt es in systemischen Struktur-Aufstellungen auch,

    • unerklärliche Fehler in technischen Geräten oder in Software
    • die Chancen von neuen Produkten oder vorhandenen Marken auf bestimmten Märkten, oder
    • die Ursachen von gesundheitlichen Störungen bei Menschen, Tieren, Pflanzen
    • und vieles mehr zu finden. Entscheidend dafür ist die Kompetenz, die richtigen Fragen zu stellen (dazu unten mehr).

      Ist das Universum ein Hologramm?

      Nach neuen Erkenntnissen der Naturwissenschaft ist unser Universum holografisch auf­gebaut. Stimmt diese Annahme, könnten wir an jede Information zu jedem „Zeitpunkt“ der Existenz eines Systems gelangen, da zu jeder Zeit in allen Teilchen die Gesamt-In-Formation von Anbeginn an enthalten ist.

      Zu Erinnerung: Schneiden wir ein Foto in zwei Teile, verlieren wir die Hälfte der Information, schneiden wir es in vier Teile, besitzt jedes Teil nur noch ein Viertel der ursprünglichen Information des Fotos.

      In einem Hologramm dagegen ist die Gesamtinformation in allen Teilchen komplett enthalten (ähnlich wie unser Erbgut in jeder winzigen Samen- oder Eizelle komplett enthalten ist). Teilen wir ein Hologramm, enthält es immer noch die Gesamtinformation, sie wird nur mit jeder Teilung etwas unschärfer. (Ähnlich verhält es sich auch mit digitalen Bildern, die jeder vom PC her kennt. Ein 8 Megapixel-Foto lässt sich auf ein Millionstel seiner Größe verkleinern – und dennoch erkennen wir noch das gesamte Bild, nur kleiner und unschärfer.)

      Wie bei einem Hologramm dreht es sich beim Suchen nach systemischen Informationen nicht um die Frage, ob es uns gelingt, die uns interessierende Information zu finden, sondern eher wie klar oder genau wir sie empfangen, auflösen und verstehen können.

      Aus welchen Gründen erhalten wir in Aufstellungen Informationen, an die wir sonst nicht gelangen?

      Da wir immer Teil unserer Systeme sind, tragen wir unsere Systeminformationen immer mit uns herum und „senden“ sie auch beständig aus. Da dies alle Menschen und Dinge tun, überlagern sich ständig unzählige Informationen. Wir empfangen daher im Alltag kein klares Einzelsignal, sondern ein gewaltiges Rauschen zahlloser Sender – im Prinzip vergleichbar einem gewaltigen Rauschen und Brummen, wie wenn ein Radio Tausende Sender gleichzeitig spielen würde. Jede Einzelinformation geht darin auf. Aber, nur weil wir sie nicht bewusst hören, heißt das nicht, dass sie nicht dauernd vorhanden ist.

      Es bedarf des Könnens von Entschlüsselungsexperten, die in diesem Rauschen enthaltenen spezifischen Einzelinformationen aufzuspüren und herauszufiltern. Ein Beispiel aus dem optischen und IT-Bereich mag dies verdeutlichen: In einem großen Bild können einzelne Bildpunkte eine ganz gezielte Information enthalten (Computervirenerzeuger nutzen dies). Es gilt, mit einem Empfangs- und Auswahlfilter diese Einzelinformation aus der gigantischen Menge der vorhandenen Daten herauszukristallisieren.

      Da dies im Alltagsleben kein PC-Programm für uns tut, braucht es dazu die Kunst und Kompetenz eines Aufstellungsleiters, die Frage des Klienten klar formulieren zu lassen und damit das Anliegen des Klienten so präzise herauszufiltern, dass damit der Empfänger, d. h. die Resonanzfähigkeit der auf dieses Anliegen fokussierten Gruppe richtig eingestimmt wird.

      Verstärken wir uns gegenseitig?

      Noch ein Phänomen gilt es zu beachten.[2] Wenn Menschen in Gruppen singen, beten, meditieren oder kontemplieren, verstärken sie sich gegenseitig, so dass das individuelle Empfinden intensiver wird. Auch bei Aufstellungen scheint dies so zu sein. Je mehr Menschen in innerer Achtsamkeit bewusst auf eine bestimmte Information aus einem bestimmten System fokussiert sind, desto leichter, schneller, intensiver und präziser sind oft die Ergebnisse.

      Ist dies wirklich erstaunlich? Astronomen nutzen diese Effekte schon lange. Statt eines riesigen Teleskops verwenden sie viele kleine Teleskope und empfangen damit eine Informationsfülle, zu der die einzelnen Teile niemals in der Lage wären. Die Astronomen müssen nicht erst ein riesiges Superteleskop bauen, um dessen Informationsqualität zu erhalten. Sie brauchen nur die vorhandenen Teile vernünftig zu vernetzen und die Teilinformationen zusammenzufügen. Daraus können wir lernen.

      System-Aufstellungen als Mittel zur Selbsterkenntnis

      Lassen Sie uns also bewusst in Verbindung zueinander sein und lassen Sie uns diese gemeinsame Verbindung nutzen zum Wohle von uns allen!

      Denn wenn wir uns als ein Teilchen einer gemeinsamen Schöpfung, eines Kosmos, eines göttlichen Bewusstseins verstehen, dann fällt es uns auch leicht, immer im Interesse des Ganzen zu handeln. Denn nur wenn wir zum Wohle der ganzen Natur handeln, dann handeln wir auch zu unserem eigenen Wohle!

      „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“, besagt ein deutsches Sprichwort. Systemische Struktur-Aufstellungen sind ein wundervolles Mittel zur Selbsterkenntnis.

      Nutzen wir sie, um zu erkennen, wer wir sind, woher wir kommen, wie wir mit allem zusammenhängen, was genau jetzt im Augenblick in uns und um uns herum passiert und warum dies so ist. Mit Hilfe von systemischen Informationen können wir uns befreien von Unsicherheit, Illusion und Irrglaube, denn sie zeigen uns die wahre Realität der Dinge in größeren Zusammenhängen. Und schaffen wir damit nicht wahrlich mehr als nur einen ersten Schritt zur Besserung?

    • Herr O.F. aus Oppenheim

      „Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich dafür, dass ich an Eurer letzten Aufstellung teilnehmen durfte. Es hat mir sehr geholfen. Ich empfehle Euch wärmstens weiter.“

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