Resonanzkörper

Was passiert beim Aufstellen?

Zunächst stellt der Klient die für seine Fragestellung relevanten Aspekte in den Raum. Dazu dienen im (in der Regel) Personen als Repräsentanten. Diese „Stellvertreter“ erhalten ihre Informationen über die vertretene Person oder das vertretene Systemelement durch ihre körperliche Wahrnehmung. Was heißt das?

Repräsentanten fühlen sich z. B. interessiert oder desinteressiert am Geschehen, spüren Sympathie oder Antipathie anderen Systemteilen gegenüber, fühlen sich stark, elend oder ausgeschlossen etc. Sie werden sozusagen zu Resonanzkörpern für das implizite Wissen.

Ist unser Körper ein Sinnesorgan für räumliche Wahrnehmung?

Wie das „funktioniert“ kann die Wissenschaft bisher nicht schlüssig erklären, wie so Vieles. Dass es „funktioniert“ zeigen Zehntausende von empirischen Erfahrungen und inzwischen auch viele Forschungsergebnisse.
Fritz B. Simon, Professor für Führung und Organisation an der Universität Witten-Herdecke, u. a. erklären dieses schwer fassbare Phänomen damit, dass unser Körper als Ganzes sich als Sinnesorgan für räumliche Beziehungen nutzen lässt (neben seinen Fähigkeiten Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken).

Das würde erklären, weshalb wir so viele räumliche Metaphern in unserer Umgangssprache benutzen, um den Status unserer zwischenmenschlichen Beziehungen auszudrücken. Redewendungen wie „Komm mir nicht zu nahe!“, „Ich bin hier am falschen Platz“, „Er stärkt mir den Rücken“, „Sie steht mir im Weg“, „Hinten anstellen!“ (mehr dazu? Bitte Link anklicken Abschnitt: „Aufstellungen sind etwas ganz Normales„).

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  • Frau R.G. aus dem Odenwald

    Die Aufstellung gestern hat viel geklärt und mir sehr geholfen, auch wenn die ans Licht gekommene Lösung nicht ganz meinen bislang erträumten Wunschvorstellungen entspricht. Doch jetzt kann ich mit mehr Realitätssinn meinen eigenen Weg in die Selbständigkeit gehen